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Verglasungsübersicht mit Energiebilanzen für Passivhaus-Fenster
Die Nutzung solarer Energiegewinne durch Verglasungen ist entscheidend für das Funktionieren eines Passivhauses. Gleichzeitig stellen die Fenster trotz Dreifachverglasungen und gedämmten Rahmen die schwächste Stelle in der Außenwand dar – nirgendwo in der Gebäudehülle sind die Transmissioswärmeverluste höher. Deshalb herrscht teilweise immer noch Unsicherheit und oftmals ist zu hören, dass Fenster an der Nordseite des Passivhauses tabu sind, bzw. minimiert werden sollen, weil sie hier für zu hohe Wärmeverluste sorgen könnten. Welche Verglasung also ist für das jeweilige Objekt mit seiner individuellen Verschattungssituation die Richtige? Mit diesem Thema haben sich die Ingenieure des hessischen Fensterbauers WIEGAND befasst und eine Übersicht mit 11 Ug- und g-Wert optimierten Verglasungen erarbeitet.
Von zentraler Bedeutung bei der vergleichenden Übersicht ist jeweils die Energiebilanz der Verglasung. Sind die Energiegewinne höher als die Energieverluste? Das Ergebnis – zumindest für die hochwertigen Passivhausfenster der Firma Wiegand – ist eindeutig: Durch die Wahl der richtigen Verglasung sind an allen Seiten des Hauses die solaren Energiegewinne höher sind als die Energieverluste. Selbst auf der Nordseite können Verglasungen von Passivhausfenstern kleine Überschüsse erwirtschaften (die aus mathematischen Gründen in der Übersicht mit einem Minus-Zeichen versehen sind).
Die Übersicht gibt aber noch weitere Antworten auf häufige Fragen:
Wie für die Zertifizierung von Passivhäusern gefordert, wird der Ug-Wert auf zwei Nachkommastellen angegeben. Dabei wird ersichtlich, dass der Unterschied zwischen Argon und Krypton befühlten Verglasungen teilweise nur 0,04 W/(m²K) beträgt und der Einsatz des teuren Krypton-Gases zu hinterfragen ist.
In aktuellen Veröffentlichungen der Fachpresse findet man häufig das Argument, dass es aufgrund der Energiebilanz keinen Vorteil bringe, Dreifach-Glas auf der Nordseite einzusetzen. In der Verglasungsübersicht wird auch dies geprüft und klar festgestellt, dass das Argument für schlechtes, nicht optimiertes Dreifach-Glas tatsächlich zutrifft. Gute Ug- und g-Wert optimierte Verglasungen jedoch weisen deutliche Vorteile in der Energiebilanz zum Zweifach-Glas auf und werden deshalb zu Recht auch auf der Nordseite eingesetzt.
Planer, die mit dem PHPP arbeiten, können durch variieren der Verglasungstypen (mit unterschiedlichen Ug- und g-Werten) herausfinden, welche Verglasung für das konkrete Objekt die optimale Energiebilanz liefert. Denn der Einfluss solarer Energiegewinne ist immer objektspezifisch und z. B. beeinflusst durch die Nachbarbebauung oder angrenzende Bäume
Die Verglasungsübersicht steht ab sofort zum Download bereit:
www.wiegand-info.de/downloadbereich

