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Freitag, 18.05.2012

Nachricht

Passivhäuser aus dem Otto-Katalog

Das Versandhandelsunternehmen Otto will im großen Stil Passivhäuser vertreiben, das meldet die Österreichische Tageszeitung „Die Presse“. Demnach sollen unter den Handelsmarken Otto, Universal und Quelle im Jahr 2011 rund 300 Passivhäuser verkauft werden. Bis 2015 sollen jährlich rund 2000 Häuser einen Umsatz von 300 Mio. Euro bringen. Das Hamburger Unternehmen produziert die Häuser freilich nicht selbst sondern macht gemeinsame Sache mit dem österreichischen Fertighausmogul Johann Weichselbaum, einst Gründer des Hausanbieters Elk. Weichselbaum ist Mehrheitsgesellschafter der Passivhaus-Produktion Gesellschaft mbH (PhP), die die künftigen Otto-Häuser fertigen wird.

Mit dem ehrgeizigen Businessplan und geballter Marktmacht will Otto nicht weniger, als innerhalb einiger Jahre Marktführer von Passiv-Fertighäusern in Europa werden. Tatsächlich soll es bald Otto- und Quelle-Passivhauskataloge geben. Darin sollen insgesamt 50 Modellhäuser (zehn Hausgrößen in 5 Baustilen) angeboten werden. Der Preis liegt zwischen 100.000 und 200.000 EUR je Haus, so „Die Presse“.

Für die Familie Wichselbaum ist die Kooperation nicht wirklich neu: Schon vor Jahren begann der Fertighausanbieter Elk über seine deutsche Tochter Bien-Zenker Fertighäuser der Marke Quelle zu verkaufen. Mit der Quelle-Insolvenz soll, so Experten, auch der Vertrieb von Quelle-Häusern schwierig geworden sein. Otto als neuer Eigentümer der Marke kann künftig ganz nach Belieben mit den Handelsmarken spielen.

 

Dienstag, 09.11.2010 11.31 Alter: 2 Years