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Mittwoch, 22.02.2012

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Olympische Jugend im Innsbrucker Passivhaus-Dorf zu Gast

Dürftige Öffentlichkeitsarbeit für das Leuchtturm-Projekt

Am 13. Januar starten in der Tiroler Landeshauptstatt die 1. Olympischen Jugend-Winterspiele. Mehr als eintausend Athletinnen und Athleten mit 750 Betreuerinnen und Betreuern haben ihre Teilnahme bestätigt; neben den sportlichen Wettbewerben wird es auch ein einzigartiges Kultur- und Bildungsprogramm geben. Insgesamt nehmen 70 Nationale Olympische Komitees (NOKs) aus allen fünf Kontinenten an den 1. Olympischen Jugend-Winterspielen in Innsbruck, Seefeld und Kühtai teil.

Im Laufe dieser Woche beziehen die Teilnehmer ihr Quartier, die meisten im eigens gebauten olympischen Jugenddorf, das – man hätte es von Innsbruck kaum anders erwartet – im Passivhausstandard errichtet wurde. Das Olympische Dorf – das dritte in Innsbruck nach 1964 und 1976 – wurde rechtzeitig im Herbst 2011, knapp zwei Jahre nach dem Spatenstich fertig. Der Komplex, der aus 13 würfelförmigen Objekten besteht, beherbergt vom 13. bis 22. Januar rund 1660 internationale Gäste. Für die Zeit nach den Spielen werden die 444 Passivhaus-Appartements durch die Stadt Innsbruck am Markt angeboten: 313 Mietwohnungen, 62 Mietwohnungen mit Kaufoption, sowie 55 subjektgeförderte und 14 frei finanzierte Eigentumswohnungen. Eines der 13 Gebäude wird als ein betreutes Wohnheim vorgesehen.

Bauträger ist die NEUE HEIMAT TIROL, die auch schon für das Lodenareal in Innsbruck, dem bis dato größten Passivhaus-Wohnkomplex der Welt verantwortlich war. Geplant wurde die Passivhausbebauung vom Büro Reitter Architekten aus Innsbruck. Die Allgäuer Experten Herz & Lang waren als Passivhaus-Consultants in das Projekt eingebunden.

Das Leuchtturmprojekt ist eine Chance, die olympische Jugend wie auch die Medien vor Ort für den Passivhausstandard zu begeistern. Das sieht auch die Politik so: "Als größter Passivhauskomplex Europas ist das Olympische Jugenddorf ein gelungenes Vorzeigeprojekt über die Grenzen Tirols hinaus.“, befand der Landeshauptmann-Stellvertreter, Hannes Gschwentner, vor einigen Tagen beim Einzug der ersten Gäste. Die aktuelle Öffentlichkeitsarbeit für die Spiele im Allgemeinen und das Passivhaus-Dorf im Besonderen ist aber eher dürftig. Sowohl der Bauträger, als auch die Architekten oder der Veranstalter der Spiele geizen mit aktuellen Informationen und Bildern.

 

 

 

Mittwoch, 11.01.2012 09.02 Alter: 43 Days