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Freitag, 18.05.2012

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Mehr Geld für Gebäudesanierung gefordert

Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen will bessere Finanzierung der KfW-Förderung

 

Die Katastrophe in Japan zeigt auf drastische Weise, dass eine Energiewende unabdingbar ist. Diese kann nur dann erfolgreich gemeistert werden, wenn auch die Energieeffizienz deutlich gesteigert wird. Der Gebäudebereich ist dabei ein zentraler Sektor. Der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) fordert deshalb die Politik auf, das CO2-Gebäudesanierungsprogramm aufzustocken. Damit schließt sich der eaD einer Forderung vieler anderer Bundesverbände an, die diese unlängst präsentiert hatten. Die KfW-Förderung für energetische Sanierung sollte nach Ansicht des eaD auf mindestens zwei Milliarden Euro pro Jahr aufgestockt und verstetigt werden. Um das im Energiekonzept der Bundesregierung festgehaltene Ziel einer Verdopplung der Sanierungsrate auf zwei Prozent zu erreichen, wären mittelfristig sogar fünf Milliarden Euro pro Jahr nötig.

Das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) ist Mitglied im eaD und unterstützt die Forderung. Geschäftsführer Martin Sambale verweist auf das Ziel der Bundesregierung: „Wenn die Sanierungsquote in Deutschland verdoppelt werden soll, dann darf auch die Förderung nicht reduziert werden, sondern muss entsprechend aufgestockt werden. Schließlich löst ein Euro Förderung neun Euro private Investitionen aus und hat somit positive Effekte auf Wirtschaft und Arbeitsplätze.“

Die Bundesregierung strebt in ihrem Energiekonzept an, den Primärenergiebedarf des Gebäudesektors bis 2050 um 80 Prozent zu senken und will dafür die Sanierungsrate verdoppeln. Allerdings wurde in den vergangenen Jahren die Fördersumme ausgehend von 2,25 Milliarden Euro im Jahr 2009 auf mittlerweile nur noch 935 Millionen Euro gesenkt – und selbst von dieser Summe ist mehr als die Hälfte unsicher, da dieses Geld aus Abgaben der Kernkraftwerksbetreiber kommen sollte. Die gesteckten Ziele rücken so in weite Ferne.

Dabei sind die positiven Effekte des Programms unbestritten: Die geförderten Gebäude verbrauchen knapp 30 Prozent weniger Energie. Mit den Mitteln der KfW-Förderprogramme wurde 2009 so etwa eine Million Tonnen CO2 dauerhaft vermieden.

Der eaD fordert daher die Politik eindringlich zum Handeln auf. Als Bundesverband ist er die gemeinsame Interessenvertretung der regionalen und kommunalen Energie- und Klimaschutzagenturen, fördert die Zusammenarbeit und den Ideenaustausch seiner derzeit 32 Mitglieder und bündelt Interessen auf Bundesebene.

Mittwoch, 20.04.2011 08.27 Alter: 1 Years