Nachricht
EXPO 2010 mit Hamburg-Passivhaus
Hamburg errichtet für die Expo 2010 Shanghai ein modellhaftes Gebäude auf höchstem umwelttechnischen Niveau, das Wohnen und Arbeiten unter einem Dach kombiniert.
Hamburg errichtet für die Expo 2010 Shanghai ein modellhaftes Gebäude auf höchstem umwelttechnischen Niveau, das Wohnen und Arbeiten unter einem Dach kombiniert. Die Architektur des Hamburg House verbindet traditionelle und moderne hamburgische Elemente und gibt ein Beispiel für nachhaltiges Bauen entsprechend dem Umweltzeichen HafenCity Hamburg, Kategorie Gold. Es wird voraussichtlich das erste zertifizierte Passivhaus-Neubauprojekt Chinas werden und neue Maßstäbe setzen. Das Besondere am Hamburg House ist, dass es gleichzeitig Ausstellungsgegenstandund Ausstellungsraum ist. Hamburg ist mit dem Referenzgebäude aus der Hafencity und dem Hamburg House ein gutes Vorbild, wie man moderne Umweltstandards in alten und neuen Gebäuden umsetzt. Nettonutzfläche: 2.300 m² Referenzgebäude in der Hamburger Hafencity. Gebäudekonzept: Das Gebäudekonzept des Hamburg House entwickelt auf der Grundlage des Referenzgebäudes in der Hamburger HafenCity die Prinzipien energiesparenden Bauens im Passivhausstandard unter Berücksichtigung des Klimas in Shanghai. Es bietet hohen Aufenthaltskomfort bei einem Heizwärmebedarf von weniger als 15 kWh/(m²a) und einem Primärenergiebedarf von unter 50 kWh/(m²a). Diese sensationelle Energieeinsparung erreicht das Passivhaus durch eine Optimierung der Architektur, der Gebäudehülle und der eingesetzten Energietechnik. Ein kompakter, massiver Baukörper mit gut gedämmter, luftdichter und wärmebrückenfreier Gebäudehülle reduziert den sommerlichen und winterlichen Energieverbrauch für Heizen und Kühlen. Passive Wärmequellen wie Sonne, Menschoder Haushaltsgeräte decken den größten Teil des Wärmebedarfs. Die zentrale Lüftungsanlage führt allen Räumen im Gebäude erwärmte oder gekühlte undentfeuchtete Frischluft zu. Die Energiegewinnung für Gebäudeheizung/ Kühlung erfolgt über eine Geothermie –Wärmepumpe zur Erzeugung von Warm – und Kaltwasser. Die ohnehin erforderliche 35 m tiefe Pfahlgründung kann geothermisch genutzt werden, indem die Pfähle mit einem Netz von Rohrleitungen durchzogen werden. Die Beheizung und Kühlung des Gebäudes erfolgt überwiegend durch die Betonkerntemperierung der Geschossdecken. Für Frischluft sorgt eine Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung. Die auf dem Dachbefindliche zentrale Lüftungsanlage wird mit einer hocheffizienten Wärmerückgewinnung mit einem Wirkungsgrad von mind. 90 % im Heizfall und 80 %im Kühlfall ausgestattet. Eine auf dem Dach platzierte, 450 qm große Photovoltaikanlage liefert ca. 80 % der benötigten elektrischen Energie für den Betrieb und die Nutzung des Gebäudes.
